Wandelkonzert "Kunst der Fuge"

Einführung zum Orgelkonzert von Prof. W. Wiemer im Gemeindezentrum der St. Peter-Paul-Gemeinde
anschließend ab 19:00 Uhr 1. Teil des Orgelkonzerts in der St. Peter-Paul-Kirche
ab 20:15 Uhr 2. Teil des Orgelkonzertes in der Großen Kreuzkirche von Thomas Schäfer-Winter

„Zu einem außergewöhnlichen - als „Wandelkonzert“ bezeichneten musikalischen Abend mit Bachs „Kunst der Fuge“ - laden die Gemeinden der Großen Kreuzkirche und die St. Peter-Paul-Gemeinde herzlich ein.
Wandelkonzert deswegen, weil die Zuhörer den 1. Teil in der St. Peter-Paul-Kirche und den 2. Teil in der Großen Kreuzkirche hören werden.

Nach einer Einführung um 18.15 Uhr im Gemeindezentrum der St. Peter-Paul-Gemeinde beginnt der 1. Teil des Konzerts um 19.00 Uhr in der St. Peter-Paul-Kirche. Danach geht man in einer Pause in die nahe gelegene Große Kreuzkirche. Dort beginnt der 2. Teil um ca. 20.15 Uhr.

Die Orgel spielt Thomas Schäfer-Winter, Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen.

Den Einführungsvortrag hält der renommierte Bach-Forscher und Musikwissenschaftler Prof. Wolfgang Wiemer. Er hat gerade ein spannendes Buch zur „Kunst der Fuge“ veröffentlicht unter dem Titel „Die Kunst der Fuge - Bachs Glaubensbekenntnis“. Darin zeigt er, wie Bach die satztechnische Kunst des Werkes mit zentralen christlichen Glaubensinhalten verknüpft. So hat er die erste Hälfte aller Fugen über das „David-Thema“ ausschließlich dem Alten Testament und die zweite Hälfte aller Fugen dem Neuen Testament zugeordnet; eine wirklich überzeugende Neuentdeckung.

Beim Konzert am 15. August erklingt eine leicht modifizierte Fassung des Original-Drucks, dessen Schluss ja nicht überliefert ist. Bachs Handschrift bricht nach der Kombination der ersten drei Themen unvermittelt ab. Als Ersatz für den fehlenden Schluss hat sein Sohn, Carl Philipp Emanuel Bach in einem späteren Druck die Choralbearbeitung angehängt, die Bach schon erblindet kurz vor seinem Tod einem Schüler in die Feder diktiert hat: „Vor deinen Thron tret‘ ich hiermit“. Dieser Choral beschließt auch das Konzert in Hermannsburg.

Der Komponist Alban Berg schrieb über die „Kunst der Fuge“ in einem Brief an seine Frau: „Gestern Die Kunst der Fuge gehört. Herrlich!! Tiefste Musik!“

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